KI-Technologien haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt und sind inzwischen Teil unseres Alltags geworden. Tools wie ChatGPT, Google Gemini und Claude werden häufig von Studierenden, Entwicklern, Content-Creator*innen und Unternehmen genutzt. Doch ihre Verbreitung wirft eine wichtige Frage auf:
Überwachen oder belauschen uns diese KI-Werkzeuge?
In diesem Artikel erklären wir, wie moderne KI-Modelle funktionieren, welche Daten sie erfassen und worauf man hinsichtlich Datenschutz achten sollte.
Wie funktionieren KI-Tools?
KI-Modelle wie ChatGPT oder Gemini sind Sprachmodelle, die mit großen, aus dem Internet gesammelten Datensätzen trainiert wurden. Diese Modelle:
- greifen nicht auf Ihre Kamera zu
- schalten Ihr Mikrofon nicht ein
- greifen nicht ohne Erlaubnis auf Ihre Geräte zu
- lauschen oder überwachen Sie nicht im Hintergrund
Eine KI kann keine personenbezogenen Daten verarbeiten, solange keine Interaktion stattfindet. Wenn Sie nichts schreiben oder keine Berechtigungen erteilen, hat das Modell keinen Zugriff.
Belauschen uns ChatGPT und Gemini?
1. Keine automatische Mikrofonaktivierung
ChatGPT, Gemini oder andere KI-Tools haben keine Möglichkeit, Ihr Mikrofon automatisch zu aktivieren. Browser und Betriebssysteme verlangen immer eine explizite Zustimmung.
2. Audiodaten werden nur während der Nutzung verarbeitet
Wenn Sie die Erlaubnis geben und per Spracheingabe kommunizieren, wird das übermittelte Audio:
- in Text umgewandelt
- zur Antwortgenerierung genutzt
- je nach Datenschutzrichtlinie gespeichert oder gelöscht
Dies geschieht jedoch nur bei aktiver Nutzung.
Speichern KI-Tools unsere Nachrichten?
Das hängt von der Plattform ab:
ChatGPT
- In der kostenlosen Version können manche Unterhaltungen zur Modellverbesserung genutzt werden.
- Dies kann über “Chat History & Training” deaktiviert werden.
- OpenAI erklärt, dass Nutzerdaten nicht verkauft werden.
Google Gemini
- Durch die Integration in Google-Produkte sind die Datenschutzoptionen umfangreicher.
- Nutzer können die Datennutzung für Training deaktivieren.
- Google gibt an, Daten nicht „personenbezogen identifizierbar“ zu verwenden.
Unternehmens-/Bezahlversionen
Die meisten Enterprise-Pläne garantieren, dass Unterhaltungen nicht für Trainingszwecke verwendet werden.
Sind KI-Tools ein Sicherheitsrisiko?
Wie bei jeder Technologie gibt es Risiken:
1. Weitergabe sensibler Daten
Nutzer geben möglicherweise versehentlich persönliche Informationen preis.
2. Protokollierung
Einige Plattformen speichern Daten vorübergehend, um die Antwortqualität zu verbessern.
3. Drittanbieter-Tools
Unbekannte KI-Webseiten oder APIs können riskanter sein.
Wie kann man sich schützen?
- Keine persönlichen Daten teilen.
- Modelltraining deaktivieren, wenn möglich.
- Unbekannten KI-Seiten nicht vertrauen.
- Wenn möglich Business-Pläne nutzen.
- Ein aktuelles Betriebssystem und einen sicheren Browser verwenden.
Fazit: KI überwacht Sie nicht – aber Ihre Datensicherheit liegt in Ihrer Hand
ChatGPT, Gemini und ähnliche KI-Modelle:
- überwachen Sie nicht
- aktivieren Ihr Mikrofon nicht
- nutzen Ihre Kamera nicht
- verkaufen Ihre Nachrichten nicht
Dennoch können gesendete Nachrichten oder Audiodaten zur Verbesserung des Dienstes verarbeitet werden. Daher ist es wichtig, die Datenschutzeinstellungen zu prüfen und keine sensiblen Informationen preiszugeben.
